Meldung vom 01.12.2018

Jugendarbeit in Grünhufe auf einem guten Weg

Zwei neue Stellen und noch mehr Unterstützung

Im Stadtteil Grünhufe betreibt die Evangelische Kirche ein Gemeindezentrum - die Auferstehungskirche. Das Kreisdiakonische Werk bietet in der Kirche über das „Nachbarschaftszentrum“ (NBZ) für alle Bewohner einen Ort der Begegnung an.
Im Bereich der offenen Arbeit der Kirchengemeinde, die aus personellen Gründen nur am Freitagabend angeboten werden konnte, kamen wöchentlich bis zu 150 Jugendliche aus verschiedenen Nationalitäten und natürlich auch deutsche Jugendliche in den Räume der Kirche zusammen. Dieses Angebot der offenen Jugendarbeit wurde so gut angenommen, dass das Haus "aus allen Nähten platzte".
Gerade im Stadtteil Grünhufe leben besonders viele Geflüchtete und auch Jugendliche. Das Angebot am Freitagabend war das bisher einzige im Stadtteil. Hier muss etwas passieren! Da waren sich Ende letzten Jahres alle einig.

Inzwischen ist eine ganze Menge passiert:
Seit diesem Sommer wird die Jugendarbeit der Auferstehungskirche durch eine weitere Vollzeitstelle unterstützt. Janina Keller ist Sozialarbeiterin und engagiert sich im Rahmen eines Projektes nicht nur für die Jugendarbeit vor Ort, sie ist als Streetworkerin im Stadtteil unterwegs, um den direkten Kontakt mit den Jugendlichen zu suchen. Ihre Stelle wird über den Integrationsfond des Landes Mecklenburg-Vorpommern und aus dem städtischen Haushalt finanziert.
Weiterhin konnte über die öffentlich geförderte Bürgerarbeit eine weitere Mitarbeiterin eingestellt werden.

Dazu unterstützen sowohl der Integrationslotse des Landkreises Vorpommern-Rügen, Tarek Hassan, als auch die Migrationsbeauftragte der Hansestadt Stralsund, Anja-Isabelle Schmuck, regelmäßig das Freitagsangebot. Zudem kommt der Integrationslotse alle zwei Wochen am Mittwochnachmittag zur Beratung ins NBZ. Das ist vor allem deshalb besonders hilfreich, da Tarek Hassan fließend Deutsch und Arabisch spricht.
Darüber hinaus ermöglicht das Projekt „Sport statt Gewalt“ des Kreissportbundes, zusammen mit dem Verein zur Förderung der Kriminalitätsprävention in Stralsund e.V., den Jugendlichen der Stadt in regelmäßigen Abständen ein Sportangebot an Freitagabenden in verschiedenen Sportstätten.

Die Integrationsbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dagmar Kaselitz, konnte sich vor kurzem persönlich von dem umfangreichen Angebot im Nachbarschaftszentrum überzeugen und war davon angetan, dass hier vor allem die Perspektiven und Wünsche der Zielgruppen bei der Jugendarbeit ernst genommen werden.

Anja-Isabelle Schmuck
Beauftragte für Migration und Integration der Hansestadt Stralsund

Auf dem Foto v.l.n.r.: Janina Keller, Sozialarbeiterin in der Auferstehungskirche Grünhufe, Zakia Mansouri l Integrationsbeauftragte des Landkreises Vorpommern-Rügen, Anja-Isabelle Schmuck, Integrationsbeauftragte der Hansestadt Stralsund l Dagmar Kaselitz, Integrationsbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern l Viktoryia Yepanchyntseva und Lea Torney, Verein Diên Hồng - Gemeinsam unter einem Dach e.V., Sprachmittlung Vorpommern l Thomas Gürgen, Jugendkirche Stralsund