Wanderausstellung „banned books“ in der Stadtbibliothek Stralsund
Bis 30. Oktober
Bücher, die für Diskussionen sorgen, Inhalte, die aus Bibliotheken verschwinden, und die Frage nach dem freien Zugang zu Informationen: Die Wanderausstellung „banned books“ ist bis zum 30. Oktober im ersten Obergeschoss der Stadtbibliothek Stralsund zu sehen.
Sie beschäftigt sich mit Büchern, die in einigen Bundesstaaten der USA aus Bibliotheken entfernt oder verboten wurden, und beleuchtet damit aktuelle Debatten um Meinungsfreiheit, Zensur und den Zugang zu Literatur und Informationen.
Die Ausstellung wird durch die Unterstützung der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern und des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern im Deutschen Bibliotheksverband (dbv) ermöglicht. Sie zeigt, welche unterschiedlichen Bücher und Themen von so genannten „Book Bans“ betroffen sind. Zu den ausgestellten Titeln gehören unter anderem die Harry-Potter-Reihe, Margaret Atwoods „Der Report der Magd“, die Tagebücher von Anne Frank, Comics und Bücher zu Geschlechteridentität, politische Sachbücher sowie Wörterbücher.
Die Zahlen zeigen, wie umfangreich die Debatte in den USA ist: Die American Library Association verzeichnete allein im Jahr 2024 insgesamt 2.452 Titel, die aus Bibliotheken verbannt oder zur Entfernung angefochten wurden.
Die Ausstellung lädt dazu ein, sich selbst ein Bild zu machen und über grundlegende Fragen zu diskutieren: Welche Inhalte dürfen in Bibliotheken zugänglich sein? Welche Rolle spielen Bibliotheken beim freien Zugang zu Informationen – und welche Bedeutung hat die Vielfalt von Literatur für eine demokratische Gesellschaft?
Passend zum Thema empfiehlt die Stadtbibliothek Stralsund außerdem den Dokumentarfilm „THE LIBRARIANS“, der aktuell über das Streamingportal filmfriend für Bibliotheksnutzerinnen und -nutzer kostenfrei abrufbar ist: https://www.filmfriend.de/de/movies/the-librarians
Die Dokumentation begleitet US-amerikanische Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die sich gegen Bücherverbannungen einsetzen und dabei mit erheblichem öffentlichen Druck konfrontiert sind. Der Film kann mit gültiger Jahreskarte kostenfrei gestreamt werden. Für den Zugang werden Lesernummer sowie das persönliche Passwort für die Stadtbibliothek benötigt.
Die Ausstellung kann während der regulären Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Stralsund besucht werden. Der Eintritt ist frei.