METACOM-Tafeln für Stralsunder Spielplätze
Leben ohne Kommunikation ist undenkbar. Gedanken, Ideen, Gefühle, Information weiterzugeben und sich darüber auszutauschen ist grundlegend für die gesellschaftliche Interaktion. Wenn aber Menschen sprachlich oder kognitiv eingeschränkt sind – etwa wegen Autismus oder neurologischen Erkrankungen – können ihnen Symbole helfen, zu kommunizieren oder sich in der Welt zu orientieren, wie etwa mit dem METACOM-System.
Die Symbole des Systems sind klar, auf das Wesentliche reduziert – ohne schwierige Schnörkel. So können sie auch Menschen mit Wahrnehmungs- oder Sehschwierigkeiten schnell erfassen. Die Bilder und Piktogramme sind nahezu selbsterklärend – ideal auch für Kinder. Mit Blick auf Spielplätze als Begegnungsorte für alle Stralsunderinnen und Stralsunder, egal ob groß oder klein, hat die Stadtverwaltung nun die erste METACOM-Tafel auf dem Spielplatz Smiterlowstraße aufgestellt.
Auf diesen Tafeln sind jeweils 66 individuelle Symbole abgebildet, über die Gespräche initiiert, Wünsche ausgedrückt, Ereignisse kommentiert und Fragen gestellt werden können. Dadurch wird Kommunikation an öffentlichen Orten für alle möglich – gerade auch für Kinder und Erwachsene ohne oder mit eingeschränkter Lautsprache, sowie Menschen mit geringen Sprachkenntnissen.

Vier weitere Standorte sollen METACOM-Tafeln erhalten. Hierbei wurden Vorschläge vom Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) Stralsund aufgegriffen:
Andershof: Spielplatz im Selliner Weg
Knieper West: Ventspils-Spielplatz
Knieper Vorstadt: Spielplatz Nachtigallenweg
Grünhufe: Spielplatz Lüneburger Straße
Damit geht die Hansestadt Stralsund einen weiteren wichtigen Schritt zu mehr Inklusion und mehr Teilhabe. Sie folgt damit auch einem Beschluss der Bürgerschaft, wonach "bei der Gestaltung der Spielplätze auf die Möglichkeit der Aufstellung von bedarfsgerechten, inklusiven Spielgeräten hinzuwirken" ist.